Historische Fugzeuge auf der Airpower 2019

Foto: Marina Kunzfeld, 2019
Motiv: Startvorbereitungen: FVM Ö1 Tummelisa (vorne), Fokker Dr.1 (hinten), Airpower 2019, Zeltweg

Auf der Airpower 2019 wurden auch dieses Jahr neben vielen modernen Fluggeräten zwei historische Flugzeuge gezeigt. Eine dieser Maschinen war ein Nachbau einer Fokker Dr.1, die durch den „Roten Baron“ Weltruhm erlangte und die das beherrschende Kampfflugzeug der 1.Weltkrieges war. Da nach dem Krieg alle Maschinen dieses Typs an die Siegermächte übergeben werden mussten und von diesen ausnahmslos verschrottet wurden, war es ein Schwedischer Liebhaber von Flugzeugen und selbst auch Pilot, der diese Maschine nach Originalplänen nachbaute. Ausgestattet mit einem 9-Zylinder Umlaufmotor, einer Variante des bekannten Sternmotors und einer Leistung von 110 PS, erreicht dieser Nachbau, so wie sein Original eine Geschwindigkeit von 160 km/h.
 

Foto: Marina Kunzfeld, 2019
Motiv: Der Dreidecker Fokker Dr.1 im Einsatz, Airpower 2019, Zeltweg

 
Die zweite Maschine, die es zu bestaunen gab war die FVM Ö1 „Tummelisa“, eine Maschine, auf der junge Piloten in Schweden lernen konnten und die bis 1934 ihren aktiven Dienst versah. Heute gibt es von diesem Flugzeugtyp nur mehr eine einzige Maschine, die im Museum der Schwedischen Luftwaffe in Linköping steht, einer Stadt zwischen Göteborg und Stockholm. Auf der diesjährigen Airpower war es auch ein Nachbau, der das Publikum faszinierte. Beeindruckend war das Startverhalten beider Maschinen, die nur wenige Meter benötigten, um sich in die Lüfte zu erheben. Ebenfalls mit einem 80 PS Umlaufmotor ausgestattet, erreichte diese Maschine eine Geschwindigkeit von 145 km/h.

 

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Lalique Kühlerfiguren

Foto: Arpad Kunzfeld, 2018
Motiv: Lalique-Kühlerfigur, „victoire“, Privatsammlung

Fotografieren von Oldtimern oder Classic Cars beschränkt sich nicht nur auf das fotografische in-Szene-Setzen der Fahrzeuge selbst, sondern beschäftigt sich auch mit der Glaskunst in Form von Kühlerfiguren. Gemeint sind jene gläsernen Kühlerfiguren, die Oldtimer-Liebhaber genauso kennen und lieben, wie Sammler wertvoller Gläser: die Glaskunst von Rene Lalique. 1860 in der Champagne geboren begann Lalique um 1911 mit der künstlerischen Gestaltung von Gläsern. Dabei schuf er auch Glaskunst für Automarken wie Bentley, Rolls-Royce oder fast in Vergessenheit geratene Marken wie Voisin oder Hispano-Suiza. Um diese Fahrzeuge zu verschönern, wurde von den Besitzern dieser edlen Marken die kunstvoll gestalteten Glasfiguren von Rene Lalique auf die Kühlerdeckel aufgesetzt, da sich die Einfüllstutzen und die Kühlerdeckel zu dieser Zeit außen auf den Motorhauben befanden und damit einen hervorragenden Ort darstellten, um die Figuren zu präsentieren. Einige Besitzer gingen sogar soweit, dass sie diese kunstvollen Figuren beleuchteten.

Gerade diese „Car Mascots“ zählen heute zu den begehrtesten Sammelobjekten der Lalique-Glaskunst. Und da sind es vor allem die berühmten Darstellungen wie die „Cinq Chevaux“ designed für die Automarke Citroen, ebenso wie der Stern „Comete“ als eine Anlehnung an das Lichtspektakel am Pariser Eiffel-Turm, als die Marke Citroen in Szene gesetzt wurde, der Pferdekopf „Epsom“, die Frauenfigur „Vitesse“ und der berühmte Frauenkopf „Victoire“. Die „Victoire“ durfte ich für einem Sammler in Szene setzten. Da die Figur bei genauer Betrachtung in sich sowohl weibliche als auch männliche Gesichtszüge vereint und das gepaart mit einem zu einem lauten Schrei aufgerissenen Mund und einer windgepeitschten Haarmähne gleich einem Flügel, war es mir wichtig diese Merkmale zu betonen. Diese Gesichtszüge erinnern darüber hinaus sehr stark an die Gesichtszüge der indianischen Ureinwohner des heutigen US Bundesstaates Oklahoma, warum die „Victoire“ in den USA auch den Beinamen „Seminole“ erhielt. Im Gegensatz dazu wurde die „Victoire“ in Großbritannien gerne auch als „Spirit oft he Wind“ tituliert.
 

Foto: Arpad Kunzfeld, 2018
Motiv: Lalique-Kühlerfigur, „tete de cheval Longchamp“, Privatsammlung

Im Laufe der Zeit entstanden eine ganze Reihe solcher Kühlerfiguren und in vielen seiner Motive lässt sich sein an „Naturformen orientierter“ Stil erkennen, wie er in der Fachliteratur beschrieben wurde. Dies zeigt sich besonders deutlich in den vielen Darstellungen von Pferdeköpfen. Neben der berühmten Figur „Epsom“ gibt es später wesentlich kantigere Formen, die unter dem Namen Longchamp bekannt wurden. Als eine Hommage an die auf dem Gelände eines ehemaligen Klosters errichteten Pariser Pferderennbahn entwarf Lalique 1929 zwei Varianten unter dem Namen „Longchamp. Die jüngere Variante dieses „tete de cheval“ durfte ich für einen Glaskunstsammler in Szene setzen.

 

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Austro Classic & Oldtimershooting

Foto: Arpad Kunzfeld, 2017
Motiv: Austro Classic & Oldtimershooting

Austro Classic ist das erste und bedeutendste österreichische Magazin für Technik-Geschichte mit Wissenswertem über Oldtimer oder Classic Cars. Und seit Oktober 2017 bin auch ich mit Oldtimershhoting.com in diesem Heft vertreten. Meine Werbeschaltung finden Sie unter den Gelben Seiten des Heftes in der Rubrik Dienstleistungen.

 

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